Kurzfilm mit Sabine Herm
Im Film zu hören ist der Choral EG 245 "Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren". An der Orgel Christoph Hagemann.
 

Sabine Herm, sie ist im Video zu sehen, hat den folgenden Text verfasst: „Wenn Gemeinden ihre Kirchenräume für Anwohnende, Reisende oder Schulklassen zugänglich machen, verwirklichen sie den Wunsch nach einer offenen und öffentlichen Kirche. Gemeindemitglieder, die im geöffneten Kirchenraum präsent sind, können ihn als Ort der Besinnung und Ermutigung, der christlichen Kirchengeschichte und Kultur, des religiösen Erlebnisses und theologischen Gesprächs erfahrbar machen" (aus der Einladung zu einem Seminar für Präsenzpersonal in offenen Kirchen im September 2007). Dieser Info-Zettel, den ich vor wenigen Wochen fand und in dem die Bedeutung der Kirchenöffnung so trefflich formuliert steht, regte mich an zur Beschäftigung mit Hintergründen zur Öffnung evangelischer Kirchen an (u. a. im Internet). Beispielsweise gibt es eine „Initiative offene Kirchen" der EKD. „Der Seele Raum geben" -- mit diesem programmatischen Wort hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung" neu in den Blick gerückt und sich deshalb für eine stärkere Öffnung der evangelischen Kirchen in Deutschland eingesetzt Barbara Rinke, Präses der Synode der EKD.
Ein sehr anschauliches Bild vermittelt auch die Aussage der Leipziger Nikolai-Kirche (ebenfalls im Internet zu finden): „Die weit geöffneten (Tür-)Flügel der Kirche sollen an die ausgebreiteten Arme Jesus erinnern". In dieser Kirche, wie in vielen anderen bekannten Kirchen, sind die Tür-Flügel jeden Tag geöffnet.
Offene Kirchenräume erfreuen sich auch in Berlin zunehmender Beliebtheit. Derzeit gibt es in der Stadt 154 offene evangelische Kirchen. Mit einer knappen Beschreibung der Kirche und den Öffnungszeiten außerhalb des Gottesdienstes sind diese Berliner Kirchen, sowie Kirchen in Brandenburg, in der Broschüre „Offene Kirchen 2008" beschrieben. Die Broschüre liegt im Eingangsbereich unserer Kirche zur Ansicht aus.
Auch in unserer Zwölf-Apostel-Kirche konnten wir im vergangenen Jahr sehr viele Besucher begrüßen. In der Zeit der Öffnung von März bis Dezember 2007 waren es insgesamt 1171 Menschen. Ähnlich wie in anderen offenen Kirchen zählen die wenigsten Besucher zu den Gemeindemitgliedern. Es sind Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Herkunft, die sich eine kurze Auszeit nehmen und den Kirchraum mit seiner klaren Struktur und seiner Ruhe als Möglichkeit für eine kurze Einkehr nutzen. Manche hoffen, in der Kirche für eine Weile gelassener zu werden oder Trost für quälende Probleme zu finden.
Vielleicht ist es in unserer Kirche in absehbarer Zeit möglich, auch an einem Werktag die „Tür-Flügel" zu öffnen. Dazu werden allerdings weitere Menschen für das Team „Offene Kirche" notwendig sein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu uns zu kommen."