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Freitag, 22. November 2019, 19:00 Uhr

Stephan Graf Bothmer begleitet am Flügel den Stummfimklassiker Der Golem

Reservierung empfohlen: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de


DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM erzählt von Existenzkampf, Verzweiflung und Hoffnung. Vor dem Hintergrund der Schrecken des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegsjahre spiegelt er eine zerrissene, verkehrte Welt. Einmal zum Leben erweckt, irrt der Golem wie ein „Zombie“ durch die perspektivisch verzerrten Gassen des Prager Ghettos. Die kleinen Häuser mit ihren schiefen Wänden und den schweren tiefhängenden Ziegeldächern scheinen zu weinen. Die organische Architektur des Ghettos und der Amok laufende Golem, die kunstvoll konstruierten Filmkulissen und die somnambule Gestalt verschmelzen. Das Konzept des Films ist so einfach wie modern: Die leblosen Dinge schreien auf, wo die Menschen machtlos schweigen.  

Stephan Graf von Bothmer belebt einen der ganz großen Klassiker des Deutschen Stummfilms neu. Er komponierte eine neue Filmmusik für dieses Meisterwerk des Expressionismus, das voller Legenden und Weisheit steckt und dessen Häuser so schief sind, als würden sie weinen. Die leblosen Dinge schreien auf, wo die Menschen machtlos schweigen. Seine Musik lotet die Tiefen dieses Films aus ohne seine komischen Momente zu übersehen.

Preis
Eintritt frei - um eine Spende wird gebeten