Miteinander Leben
Zusammenarbeit Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde und Emir-Sultan Kulturhaus
Was heißt Dialog?
Dialog hat verschiedene Ebenen. Die erste ist die der Kontaktaufnahme und Begegnung.
Es geht zuerst um sozialen Kontakt mit dem Ziel, sich gegenseitig kennen zu lernen. So kann eine Form von Partnerschaft entstehen, die offen für weitere Schritte ist.
Auf (dieser) zweiten Ebene geht es um Zusammenarbeit. Kann bestehen in Klärung von Fragen gemeinsamen Interesses, in der gemeinsamen Bearbeitung von Problemen und Konflikten oder in projektorientierter Zusammenarbeit.
Die dritte Ebene meint die ursprüngliche Bedeutung von Dialog als Lehrgespräch und die Verständigung über Trennendes und Gemeinsames in Glaubensfragen.
Wir haben den ersten Schritt, Kontaktaufnahme und Begegnung hinter uns und streben nun eine Zusammenarbeit, die projektorientiert (vornehmlich im Bereich der Kinder, Jugend- und Familienarbeit) wie auch in Beteiligung an sozialen und kulturellen Dingen geführt werden kann.
Auch die dritte Stufe des Dialogs ist schon im Blick. Einerseits: für Gemeinden: das Bild im Kopf über den jeweils anderen verändern, aber auch: best. theolog. oder andere Glaubensfragen in kleinerem Kreis für Interessierte (schon begonnen mit Vortrag von C. Schmidt im inter. Dialog, (wobei besonders an die jungen Menschen der Moschee gedacht ist)
Die gemeinsame Besorgnis um das Zusammenleben in unserem Stadtteil fordert uns als Christen und Muslime heraus, einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Situation zu leisten. Wir wollen in unseren Gemeinden das Bewusstsein stärken, daß sie in ihrem Verhalten Botschafter ihrer jeweiligen Religionsgemeinschaft sind, um sie so zu ermutigen, in ihrem Alltag zur Verständigung und zur Versöhnung beizutragen. Wir wollen dabei als Christen und Muslime einander authentische Partner sein.
Dazu ist es wichtig, vor allem zur Verständigung zwischen Christen und Muslimen beizutragen. Beide Religionen sollen sich gegenseitig authentisch kennen lernen.
Dazu wollen wir in regelmäßigem Rhythmus alle 2-3 Monate Veranstaltungen zu gemeinsamen den Glauben betreffenden Themen abhalten.
(Themenvorschläge: Glaubensinhalte im Islam/im Christentum
Jesus Christus: wie versteht ihn ein Moslem/ein Christ)
Wir wollen uns aber nicht nur in einem Dialog, sondern auch in gemeinsamen Aktionen äußern. Das Praktische/Soziale soll uns zu Glaubensfragen führen.
Besonders die Situation der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien sind in unserem Blick. Wir überlegen gemeinsame Aktionen von Kirche und Moschee in:
- Kindergärten und Schulen (hier bes. Haupt- und Realschulen)
- Gespräche/Fortbildung mit Erzieherinnen und Lehrerinnen
- gemeinsamer Stand bei Straßenfesten u.ä.
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