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(Joh 8,15)

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2010
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(Johannes 14,1)


 
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Foto: Jochen Sievers
© Jochen Sievers
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Vorfrühling im tief verschneiten Bollmannsruh – Unser Chor machte ein Probenwochenende

Am 10. März, einem Freitag mit erneutem heftigen Schneefall, machten sich 19 Mitglieder unseres 12-Apostel-Chors auf die Reise ins Südbrandenburgische Bollmannsruh am Beetzsee,  in dem Fritze Bollmann seine letzte Ruhe fand. (leider kannte keine/r von uns das Lied und den Text richtig...…hilft uns jemand weiter?)
Müde von der Last der Woche und auch etwas entnervt vom erneuten Wintereinbruch schleppte zumindest ich mich an diesem Nachmittag aus dem Haus. Aber schon auf dem Bahnhof Zoo fand ich ein lustiges Grüppchen von Chorgeschwistern vor, die fest entschlossen waren, dem Winter und der Müdigkeit zu trotzen und sich ein schönes Wochenende zu machen.
Das Umsteigen in den Bus nach Päwesin am Brandenburger Bahnhof klappte prima und schon bald konnten wir in vorgewärmten Zimmern unsere Betten beziehen. Trotz der späten Stunde bekamen wir noch ein gutes Abendbrot und Christoph Claus begann wenig später mit uns die erste Probe.
Es ist immer wieder beeindruckend und schön zu erleben, wie ein Musikstück, was man sich vorgenommen hat, an einem solchen Wochenende wächst, blüht und gedeiht!  Einfach, weil man mehr Zeit und Ruhe zum Üben und Verfeinern einzelner musikalischer Passagen hat. Man ist gut und ausgiebig eingesungen, man kann den Chor zu Teilproben in Sopran/Alt, Tenor/Bass einteilen, wobei Christoph mit den Männern und Johanna Hagemann mit den Frauenstimmen übte. Ein harter Kern fand sich bereits am Freitagabend zu einer gemütlichen Runde zusammen, wir anderen sanken bei heftigem Schneetreiben und herrlicher Stille ringsum in tiefen Schlaf.
Ich glaube nicht nur für mich sprechen zu können, wenn ich die Stimmbildungs- und Atem-Übungen mit der Sängerin Friederike Harmsen am Samstag als Highlight bezeichne: Jede/r von uns kam in einer Zweier- oder Dreier-Gruppe für  zweimal 20 Minuten in diesen Genuss!
Danach wussten wir mehr über die Atemstütze und die Wichtigkeit der Gähnhaltung beim Singen und konnten im Sopran beispielsweise erste Erfolge beim müheloseren Erreichen hoher Töne und bei der Intonation erzielen. Wir waren sehr fleißig am Samstag und hoffen sehr, dass dieser Eifer auch in unserem Konzert am 2. April hörbar ist! So hatten wir uns einen fröhlichen und geselligen „Feierabend“ dann auch redlich verdient. Wir verbrachten ihn mit fröhlichen Liedern und sehr spaßigen Pantomime-Spielen und natürlich mit Gesprächen, die uns einander näher brachten und auch auf diese Weise sicherlich dem gemeinsamen Singen förderlich sind.
Am Sonntagmorgen gestalteten wir unseren eigenen Gottesdienst. Wen wundert’s? Hatten wir doch alles dabei, was dazugehört: Einen Kantor, eine erfahrene Rezitatorin (Katharina Gürsoy), einen begnadeten Prediger (Thomas Völker), gut eingesungene Sängerinnen und Sänger, ein Holzkreuz (aus 2 Zweiglein und Vincents Haargummi), Kerzen und eine Altardecke. Ich denke, dass wir alle ein bisschen mehr zusammengewachsen sind und die Probenarbeit uns sehr viel Sicherheit für das Konzert gegeben hat. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass wir  eine nette, interessante und liebenswerte Gemeinschaft sind, die sich übrigens auch sehr über sangesfreudige und -begabte Verstärkung in allen Stimmen freuen würde! Hab ich was vergessen? Ja! Natürlich!!! Vincent aus dem Tenor hat in Bollmannsruh nach zweieinhalb Jahren in Deutschland den allerersten Schneemann seines Lebens gebaut!!! So hatte der winterliche Vorfrühling doch noch sein Gutes.
                                                                                                                   
06031501 · Adelheid Pohlmann


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